Einen Froschkönig für offene Wünsche

„Wünsch dir was“, schallte es „Tote Hosen“-rockig vom Band, während die Kinder und Jugendlichen von „Maria Schutz“ ihre neue Gesamtleiterin Stefanie Kimmel mit Blumen und einem Spalier nach dem gemeinsamen Gottesdienstbesuch nun auch offiziell willkommen hießen.
Seit Mai ist die gelernte Erzieherin und studierte Diplom-Sozialpädagogin im Jugendhilfezentrum gesamtverantwortlich und folgt damit dem langjährigen Einrichtungsleiter Andreas Waldenmeier, wie die Moderatorin der Feststunde, die Schweinfurter Caritas-Geschäftsführerin Jutta Münch im Rahmen einer gut einstündigen Feierstunde erläuterte.
Nach verschiedenen Stationen, darunter zuletzt sechs Jahre in leitungsverantwortlicher Position in München, ist Stefanie Kimmel nun nach Unterfranken zu ihren ganz persönlichen Wurzeln zurückgekehrt, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.
Die Fußstapfen, die der ehemalige Leiter Andreas Waldenmeier hinterlassen hat, sind zwar groß, werden aber sicher, so Jugendamtschef Alfred Rösch zuversichtlich, dank der zupackenden, ehrlichen und humorvollen, stets kompetenten Art Kimmels, die alle nach nur 75 Tagen im Amt bereits bestätigten, ausgefüllt werden.
Trotz der Wehmut des Abschiedes berge ein „Leitungswechsel auch immer Chancen“, betonte Caritasverbands-Vorsitzender Leonhard Riegel und sicherte der neuen Gesamtleiterin die „volle Unterstützung“ von Verbandsseite ebenso zu wie auch die Grußredner von Förderkreis (Martina Gießübel), Mitarbeitervertretung (Julia Räth) und Fachschaft (Ilona Kraus).
Die hatten wohl alle eine ähnliche Willkommens-Idee und so hat die neue Gesamtleiterin nun ein wunderbares Arsenal an großen und kleinen Überlebenshilfen, darunter einen Froschkönig, der hoffentlich alle offenen Wünsche erfüllt, ein großes Herz für die Einrichtung und viele kraftspendende, nervennährende Lachgummis.
Auch Schweinfurts dritter Bürgermeister Karl-Heinz Kauczok und Grafenrheinfelds Bürgermeisterin Sabine Lutz lobten den Mut, in den heutigen, schwierigen Zeiten neue Herausforderungen zum Wohl einer Jugendeinrichtung anzunehmen, die seit vielen Jahrzehnten ein fester Bestandteil Grafenrheinfelds ist.
Als Letzte in der Runde ergriff dann Stefanie Kimmel selbst das Wort. Die 37-jährige, gebürtige Werneckerin, die selbst familiäre Wurzeln in Grafenrheinfeld hat, fühlt sich nach eigenen Angaben als „neue Dirigentin“ im Team schon gut aufgenommen und für die neuen Aufgaben dank ihrer Ausbildung und nun auch der neuen Vollausstattung für Leib und Seele, bestens „gerüstet“.
Den musikalischen Rahmen schufen Harfenistin Anna Maria Frankenberger und Silke Augustinski an der Oboe. Auf Einladung von Rosita Ruß von „Live Music Now“, einer Initiative von Yehudi Menuhin, die schon Konzerte in Maria Schutz veranstaltet hat, brachten sie mit ihrer Musik, darunter einer spanisch angehauchten Serenade, die Herzen der Gäste zum Klingen und ihre Musik zu den jungen Menschen, die sonst eher nicht in klassische Konzerte gehen.

Veröffentlicht in der Mainpost Schweinfurt am 22.07.15
Verfasser: Daniela Schneider

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