therapeutische Kinderwohngruppe
therapeutischen Kinderwohngrupp

Die trauma-sensible therapeutischen Kinderwohngruppe LEUCHTTURM

Die Wohngruppe bietet Platz für 6 Kinder

Zielgruppe

Zielgruppe sind Kinder (Mädchen und Jungen) ab 6 Jahre, welche unter intensiven emotionalen Belastungen leiden, traumatisierende Erfahrungen in ihrer Biografie aufweisen und im Zuge dessen einen besonderen Schutzraum benötigen. Sie brauchen vorrangig Hilfen zur emotionalen Stabilisierung.
Folgende Bedarfe und Verhaltensweisen zeigen sie:

  • Bedarf an bedingungsloser Grundversorgung z.B. nach KJP-Aufenthalt
  • Bedarf an Orientierung und Ruhe
  • Bedarf an Aktivierung und Anleitung zum altersgerechten Spiel
  • Bedarf an Sicherheit, Verbindlichkeit, Vorhersehbarkeit und Transparenz =
  • trauma-sensible (Heil-)Pädagogik
  • Bedarf an Selbstwirksamkeit/Partizipation entgegen der erlebten
  • Machtlosigkeit
  • impulsives Verhalten/ Störung der Selbstkontrolle/ Wut
  • oppositionelles Verhalten
  • delinquentes Verhalten
  • Ängste, Verweigerungen- und/ oder Fluchtverhalten
  • Einschränkungen der Selbst- und Fremdwahrnehmung
  • Einschränkungen und Auffälligkeiten im schulischen Kontext
  • Defizite in der sozialen Leistungsfähigkeit
  • Entwicklungsverzögerungen
  • Auffälligkeiten im Bindungs- und Beziehungsverhalten

Räumliche Ausstattung

  • über 370 qm kindgerechte Wohnfläche
  • 4 Einzel- und 1 Doppelzimmer
  • geräumige neue Küche mit großem Esstisch und großem Balkon
  • in einzelne Spiel- und Beschäftigungsbereiche unterteiltes Wohnzimmer
  • individuelle Alltagsförderung im gruppeneigenen „Förderraum“
  • großes Außengelände mit Spielgeräten
  • eigener Hauswirtschaftsraum
  • neue sanitäre Räume
  • alle Kinderzimmer sind mit einem Knauf von innen abschließbar (sicherer Ort)

Konzeptionelle Bausteine

Das modulare Gruppenkonzept besteht aus diversen Knotenpunkten und bildet im Zusammenspiel aller Disziplinen und Fachrichtungen ein engmaschiges Netz. Unsere interdisziplinäre Arbeit sichert eine bedarfsgerechte Förderung, Begleitung und Unterstützung und ermöglicht somit emotionale Stabilisierung und in der Folge Entwicklung. Nach der abgeschlossenen Eingangsdiagnostik wird ein individueller Förder- und Erziehungsplan erstellt. Das weitere pädagogische Vorgehen wird mit den unterschiedlichen Professionen und Fachrichtungen geplant:

  • Traumapädagogik & Traumafachberatung
  • PART©-Konzept
  • verhaltenstherapeutische Ansätze
  • systemisch-therapeutische Ansätze
  • Heilpädagogik
  • (Sozial-)Pädagogik
  • Zirkuspädagogik
  • systemische Familienberatung

Daraus folgernd werden die Kinder an ganzheitlich ausgerichteten Einzel- und Gruppenangeboten teilnehmen. Die Förderung dient der langsamen Heranführung an mehr Verantwortung. Die aktive und alltägliche Vernetzung der Fachkompetenzen ermöglicht eine zielgerichtete und differenzierte Hilfe.

Personelle Ausstattung

Personell ist die Gruppe entsprechend dem Bedarf sehr gut ausgestattet. Die Betreuung besteht aus 5,23 Planstellen – 24 Stunden, 7 Tage die Woche. Die pädagogischen Fachkräfte erziehen, begleiten und fördern alltäglich 6 Kinder auf der Wohngruppe. Generell wird gewährleistet, dass zu den Kernzeiten stets zwei pädagogische Fachkräfte im Dienst sind.

Unterstützende Strukturen sind die zentrale Versorgung mit warmen Mittagessen an allen Schultagen sowie eine Haushaltshilfe in Teilzeit, welche u. a. die Wäschepflege übernimmt. Auf dieser Gruppe ist eine bedingungslose Grundversorgung gewährleistet, was ein Heranführen der Kinder an die Aufgaben im Haushalt nicht ausschließt.

  • sehr guter Personalschlüssel mit generell Doppeldiensten
  • multidisziplinäre Fachkräfte betreuen, fördern und begleiten die Kinder im Alltag
  • ergänzende Förderung der Kinder durch unsere psychologischen und heilpädagogischen Fachdienste
  • regelmäßige Fort- und Weiterbildungen mit dem Schwerpunkt der Trauma-Pädagogik
  • wöchentliche Teamsitzungen und regelmäßige Supervision